Facetten des Menschseins

6. Februar bis 22. März 2026

Malerei von Muha Saric & Skulpturen von Lothar Spohr

Facetten sind die geschliffenen und polierten Flächen auf Edelsteinen, die sie zum Strahlen und Glänzen bringen. Menschen sind gewissermaßen die Edelsteine in der Gruppe alles Lebendigen, das die Natur auf unserem Planeten im Laufe von Jahrmillionen hervorgebracht hat. Wie bei den Edelsteinen haben natürlich auch die Menschen zahlreiche Farbstellungen und unterschiedliche Facetten, aber auch solche mit Unebenheiten, Sprüngen, hässlichen Einschlüssen und Verunreinigungen, die dann trotz Schleifen und Polieren nicht glänzen und strahlen.

Mit Muha Saric´s besonderen, realistisch gemalten Gemälden und den dreidimensional gestalteten menschlichen Skulpturen von Lothar Spohr sollen in dieser Ausstellung einige der Facetten angedeutet bzw. sichtbar gemacht werden. Damit verbunden soll die Bedingung verstärkt werden, allen Menschen, unabhängig von ihren individuellen Facetten, gleich respektvoll und „auf Augenhöhe“ zu begegnen.

Text: Rainer Henze

Die Ausstellung wird am 6. Februar 2026 um 19.00 Uhr eröffnet .
Die Vernissage wird von Christine Weghoff am Akkordeon musikalisch begleitet

Lothar Spohr, geboren 1954.
1971 – 1975 Lehramtsstudium für Kunsterziehung und Polytechnik.
1975 – 1980 Studium der Freien Kunst an der Universität
Gesamthochschule Kassel mit Schwerpunkt Keramik (Prof. Popp u.a.), Diplom. Seit 1979 eigene Werkstatt/Töpferei.
1984 Eintragung in die Handwerksrolle und Ausbildungsbetrieb
im Keramikerhandwerk.
Seit 1980 in der Erwachsenenbildung mit Seminaren tätig.

Schwerpunkte der künstlerischen Arbeit:
Abstrakte Landschaften im Relief, Steinzeug mit offenen Oberflächen, Farbkörpern und Oxiden. Abstrakte Plastiken, Steinzeug mit offenen Oberflächen, Farbkörpern und Oxiden. Gegenständliche bis abstrakte Figuren, Steinzeug und Raku, mit Oxiden, Farbkörpern und Metallsalzen.
Die Aktstudien erkunden körperliche Befindlichkeiten, Gebrechen, Alterserscheinungen und emotionale Stimmungen. Gern treten einzelne Figuren dabei mit anderen in einen Dialog. Die Unvollständigkeit der Ausarbeitung gibt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.

Muha Saric, geboren 1947 in Ponirak/Bosnien, lernte dort das Malerhandwerk, lebte 2 Jahre in den Niederlanden und kam 1970 nach Kassel. Hier arbeitete er zunächst bei Henschel und studierte dann Freie Kunst an der Gesamthochschule Kassel.
Es folgten Studienreisen nach Schottland, Frankreich, Griechenland und Italien und seit 1985 zahlreiche Ausstellungen außer in Kassel u.a. auch in Potsdam, Magdeburg, Bochum, Weimar, Zenica (Bosnien), Xi`An (China).
Menschen sind auch Muha Sarics wesentliches Thema auf seinen Zeichnungen und Gemälden.
Für ihn spielt das Handwerkliche beim Malen und Zeichnen eine besondere Rolle. So beherrscht er z.B. das Zeichnen, die Farbstiftmalerei, die Aquarelltechnik und die Ölmalerei perfekt. Nur mit dieser Perfektion konnte und kann er seine vielen Bildideen im Sinne seiner inneren Einstellung umsetzen. Die Ergebnisse seiner unerschöpflichen Fantasie – in Verbindung mit einer ausgeprägter Beobachtungsgabe – bringt er in realistisch- surrealistischer Weise und mit großem Detailreichtum auf Leinwände und Papiere.

Fotos: Petra Spengler-Wendt

HNA Kassel Mitte vom 27. Februar 2026


Veranstaltungen während der Ausstellung Facetten des Menschseins

Christine Weghoff zur Vernissage

Den musikalischen Rahmen zur Vernissage der Ausstellung "Facetten des Menschseins" gestaltet Christine Weghoff am Akkordeon.

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