In Memoriam

Gemälde von Kornelia Kopetzki und Skulpturen von Rolf Steiner

27. März bis 10. Mai 2026

Eröffnung am 27. März 2026 um 19.00 Uhr – musikalisch begleitet von Jannis Riß an der Bassklarinette


Cornelia Kopetzki und Rolf Steiner sind im letzten Jahr verstorben. Da sie beide eine Beziehung zu unserem Verein bzw. zur d:gallery hatten, haben wir beschlossen, diese Ausstellung mit ihren künstlerischen Werken als ehrendes Andenken zu gestalten.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Mai 2026 zu den Öffnungszeiten der d-gallery und nach Vereinbarung zu sehen.

Cornelia Kopetzki hat in Stuttgart und Berlin Architektur und Berufspädagogik studiert. Nach Heirat mit Professor Christian Kopetzki und Umzug nach Kassel war sie bis zur Pensionierung an der Walter-Hecker-Schule in Kassel tätig. Gemalt und gezeichnet hat sie seit ihrer Kindheit und während des Studiums und in vielen privaten Seminaren bei Kasseler Künstlern und durch zahlreiche Studienreisen erweiterte sie ihre Kenntnisse in Gestaltung und diversen Techniken des Malens und Zeichnens fortlaufend.
Landschaften, Stadtansichten, Stillleben waren ihre Themen, wobei sie eher die Hinterhöfe, die heruntergekommenen Stadtteile, das Unscheinbare interessierten, als die gepflegten sauberen Schauseiten der Architekturen und Dinge. Viele Arbeiten sind vor Ort entstanden, andere – aufwendigere – nach Fotos im Atelier als Aquarelle und ausführliche Zeichnungen mit Blei- oder Farbstiften. Die farbigen Stillleben mit Obst und Blüten erinnern in Farbigkeit und Strich z.T. an die bekannten Malereien von Horst Janssen. Kennzeichnend für Cornelia Kopetzki ist, dass sie auch die unscheinbaren, verwitterten und beschädigten Dinge, für bildwürdig hielt und ihnen ihre volle gestalterische Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewidmet hat.

Rolf Steiner hatte nach einer Lehre als Elektromaschinenbauer von 1970-82 in Berlin „Raum und Bau-Design,“ Bildhauerei und Kunstpädagogik studiert. Seit 1982 lebte und arbeitete er freiberuflich im Hofgut Stammen bei Trendelburg und zuletzt in Deisel. Er hatte Seminare für Holz- und Steinbildhauerei in Kassel und in der Toscana angeboten. Zahlreiche Ausstellungen hat er gestaltet und öffentliche Aufträge für Skulpturen und Brunnen, an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik, Östereich, Schweden, Italien, Türkei.
Rolf Steiner schuf „handgreiflich“ – also mit Hammer und Meissel – Figuren von robuster aber eindringlicher Präsenz. Sein Thema war vornehmlich der Mensch – meistens der weibliche – den er entweder aus dem Stein- oder Holzblock befreit oder aus Ton formte. Der Widerstand des Materials reizte ihn besonders. Die von ihm gesehene Form dem Block abzuringen, war eine Herausforderung, die Rolf Steiner mit einer Begeisterung annahm, die man seinen Werken ansieht. Auch unterschiedliche Härten, Fehlstellen, unerwarteter Maserungsverlauf wurden in die Gestaltung einbezogen. Die Proportionen der Figuren und Torsi entsprechen nicht immer dem akademischen Kanon, sind aber doch in sich stimmig und lassen manchmal Rolf Steiners augenzwinkernde Sichtweise deutlich werden. Er bearbeitete die meisten seiner Steinskulpturen bis zum Hochglanz, lies aber fast immer Flächen und Formen unberührt oder nur grob bearbeitet, um das natürliche Ursprungsmaterials sichtbar zu erhalten und mit diesen Gegensätzen das Erscheinungsbild seiner Skulpturen zu beleben.

Während der Ausstellungseröffnung bietet die Hofbuchhandlung Vietor das Buch „Drinnen und Draussen“ mit Werken von Cornelia Kopetzki in der d:gallery zum Kauf an. Ein Ansichtsexemplar wird bis zum Ende der Ausstellung ausliegen.

HNA Kassel, 28. Februar 2026


Veranstaltungen während der Ausstellung „In Memoriam“:

Jannis Riß zur Vernissage der Ausstellung „In Memoriam“

Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Jannis Riss an der Bassklarinette

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